Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

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Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon Anke » Mi 6. Mär 2019, 10:22

ICh bin so traurig und mußte gerade ganz doll weinen. Heut früh beim Vogelfutterrundgang habe ich eine Dompfaffhenne im Vogelhaus getroffen.Sie war ganz dösig und flog erst weg, als ich ganz nah dran war. Ich habe sie weiter beobachtet, zwischendurch kamen u.A. noch 2 Dompfaff- Kerlchen dazu, sie hockte aber dann auf m Boden und war aufgeplustert und langsam.Ein Sonnenblumenkern zwischen dem Schnäbelchen hatte sie, den koonntee si enicht knacken und ich habe ihn rausgepult mit einem Stöckchen und sie sah elend aus. Ich habe ihr ein Körbchen vorgehalten und leicht noch hinten die Richtung gezeigt, dann ist sie reingehüpft.TA angerufen, sie war gerade mitten in großer OP, :-(, die Wildvogelstation angerufen (leider in Rastede, also nicht mal eben um die Ecke), und die Arche Noah Papageienstation hier um die Ecke. Die dürfen keine Wildvögel aufnehmen, wegen der Infektionsgefahr für die Exoten.
Keiner konnte mir helfen, das war so Scheiße in dem Moment.
ICh hab beim Telefonieren wieder geschaut und da lag die kleine Vogeldame seitlich. Sie stirbt. :-( Die Papageienfrau hat mir gesagt, ich soll sie dunkel und warm und ruhig stellen und in Ruhe gehen lassen. Wie schrecklich, ich muss schon wieder weinen, .
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon Berg-Eule » Mi 6. Mär 2019, 10:30

Wie traurig, aber eben auch der Lauf der Natur.

Gestern auf der Autobahn sah ich einen Regenbogen so nah wie noch nie in meinem Leben, und er reichte bis auf den Boden, ich hatte wirklich den Eindruck, man könnte über diese Brücke gehen. Da habe ich einen Gruß an all unsere Sternchen gesandt! Nun ist die kleine Dompfaffenfrau auch auf der anderen Seite.
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon Anke » Mi 6. Mär 2019, 11:56

Berg-Eule hat geschrieben:Wie traurig, aber eben auch der Lauf der Natur.
ICh weiß Gabriele, trotzdem hats mich schwer bewegt, das Vögelchen beim Streben zu "bgleiten".
ICh hab s begraben, da wo die Dompfaffen hier immer im Baum sitzen und wo das eine Futerhaus hängt, an dem sie immer schnabulieren. Ich mag die Dompfaffen besonders gern anschauen
Ein paar Amseln sind auch wieder da, zum Glück ein paar offensichtlich Gesunde, die hier im Garten unterwegs sind.

Gestern auf der Autobahn sah ich einen Regenbogen so nah wie noch nie in meinem Leben, und er reichte bis auf den Boden, ich hatte wirklich den Eindruck, man könnte über diese Brücke gehen. Da habe ich einen Gruß an all unsere Sternchen gesandt! Nun ist die kleine Dompfaffenfrau auch auf der anderen Seite.

Wie schön.
Ja, guten Flug, keine Dompfaffendame....
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon romulus » Mi 6. Mär 2019, 17:24

Es ist schwer, das auszuhalten, aber genau das müssen wir , wenn wir den Tieren beistehen wollen.
Wir sterben schließlich alle, Menschen wie Tiere, alle auf unterschiedlichste Weise.
Ich habe letztes Jahre ein offensichtlich gesundes, weil agiles, aber nicht flugfähges Amselmännchen im Garten unter den Büschen gefunden, der behände vor mir wegsprang, aber nicht fliegen konnte.
Wegen der Katzen habe ich ihn eingepackt und zu unserer TÄ gebracht, die ihn einfach über Nacht sterben ließ (vermute ich mal) - aber zumindest war das schmerzlos und ich musste nicht mit ansehen, wie er von unseren Katzen zerfleddert wird.
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon Snoopy » Mi 6. Mär 2019, 23:40

:((

Das ist wirklich traurig.

Gute Reise, kleiner Piepmatz!
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon nadia » Fr 8. Mär 2019, 09:38

Leben und sterben - so ist es in der Natur... trotzdem empfinden wir es als grausam, wenn wir zusehen müssen und nichts tun können. Das ist sehr traurig!
Armer kleiner Dompfaff - gute Reise!
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon nadia » So 4. Aug 2019, 14:13

Wir mussten hier gestern eine ähnliche Tragödie miterleben... :(

Unsere Silvie kam plötzlich von draußen - aus dem Gehege - hereingerannt! Wir sahen gerade noch, dass sie etwas im Maul hatte - Beute! Dummerweise standen alle Türen auf und sie flüchtete ins Schlafzimmer unters Bett. Als wir hinter ihr her kamen, ließ sie ihre Beute los und verzog sich... Es war ein Rotschwänzchen!
Schnell die Katzen weggesperrt - Tobi war sowieso noch draußen... Das arme Ding lebte noch, konnte noch ein wenig flattern und hatte sich in der hintersten Ecke verkrochen. Mit einem Tuch hob mein Mann es vorsichtig hoch und legte es samt Tuch auf das Fensterbrett im Bad. Dort ließen wir es erstmal in Ruhe, Dachfenster geöffnet, in der Hoffnung der Vogel erholt sich vielleicht und kann wieder wegfliegen. Er zitterte und hockte da auf dem Tuch...

Ich setzte mich im Garten ins Gehege, um weiteres Unglück zu verhindern. Ein oder mehrere - das konnte ich nicht genau unterscheiden - Rotschwänzchen flatterten aufgeregt herum, immer mal wieder hektisches Gezwitscher. Nach einer ganzen Weile beobachtete ich, dass sie offenbar das Vögelchen oben auf dem Fensterbrett entdeckt hatten... Es war herzzerreissend für mich, wie ein anderes Rotschwänzchen mehrmals auf dem Dach herumhüpfte, näher kam, zu ihm hinflog, aufgeregt zwitscherte, wieder wegflog, wiederkam... schrecklich! Wie wenn es ihm helfen wollte, aber nicht konnte... Ich meine sogar, der verletzte Vogel piepste auch.
Ich konnte es nicht mehr mitansehen, es tat mir so leid...

Aber was konnten wir tun?

Wir stellten ihm dann noch ein Tellerchen mit Wasser und etwas zermatschte Haferflocken hin... und ließen es in Ruhe.
Später schaute mein Mann wieder nach ihm, da lag es, Köpfchen nach unten - es war tot...
Er war wohl zu schwer verletzt, das Tuch hatte einen Blutfleck...

Ich habe geweint um das sterbende Vögelchen und seine besorgten Angehörigen, die ihm auch nicht mehr helfen konnten... Das war so rührend...

Besser Silvie hätte es gleich gekillt... dann hätte es nicht noch Angst haben und leiden müssen...
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon romulus » Mo 5. Aug 2019, 08:48

Ich denke, fast alle dieser verletzten Vögel haben einen Schock und es ist am wichtigsten, sie eine Weile (max. 1/2 Stunde) dunkel und ruhig zu halten, damit sie sich beruhigen können.
Ich habe die verletzten Vögel immer eine Weile in meinen hohlen Händen gehalten, bis ich merkte, dass sie anfingen zu zappeln, und dann die Hände geöffnet und sie wieder fliegen lassen. Das klappt meist sehr gut, kommt natürlich darauf an. wie schwer sie verletzt sind, aber ein Versuch lohnt sich.
Versuch es doch nächstes Mal auf diese Weise: kannst das Vögelchen ja auch in einen Karton setzen, auf irgendeine Unterlage, und in eine ruhige Umgebung stellen. Vll. hilft das auch.
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon Berg-Eule » Mo 5. Aug 2019, 10:28

Das ist zwar traurig, wenn man es direkt miterlebt, aber so geht es in der Natur eben zu ... für mein Schnitzel muss auch ein Tier sterben, ebenso fürs Katzenfutter. :-(

Ich schaue öfter mal in live Webcams von Afrika rein, da lag nun zwei Tage lang ein Rudel Löwen schwer atmend und mit dicken Bäuchen fast bewegungslos in der Nähe einer Wasserstelle. Ich bin froh, dass ich den Riss nicht miterlebt habe, aber ich gönne den Katzen den vollen Magen. ;-)
Einen lieben Gruß von

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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon romulus » Mo 5. Aug 2019, 12:35

Ja, so ist es, Gabriele - alles hat immer zwei Seiten!
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon Snoopy » Mi 7. Aug 2019, 18:36

Ich weiß neuerdings auch wo bei uns eine Vogelauffangstation ist.

Hier saß vor ein paar Wochen eine Amsel im Garten unter einem Busch – vielleicht einen Meter vom Katzennetz entfernt.
Die Katzen total aus dem Häuschen und den Vogel hat es nicht interessiert.

Ich bin ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass Pieps irgendwo gegengeflogen und dann abgestürzt ist oder ggf. einen Luftangriff eines Greifvogels hinter sich hatte.
Es war schon spät und dämmerte. Daher habe ich ihn in Frieden gelassen, da Vögel ja tatsächlich sich mal neu sortieren müssen, wenn ihnen etwas traumatisches widerfahren ist...
Mein Garten ist so eingezäunt, dass von Außen eigentlich niemand über Nacht kommen und ihn schnappen konnte.
Äußerlich sah er normal aus - nur ein Augen etwas zugekniffen.
Wasser wurde angenommen.
Am nächsten Morgen war er aber noch da :-(

Da ich zur Arbeit musste, wurde mein Papa zum Vogeltransporter und hat ihn zur Auffangstation gebracht. Dort hat man unter dem Flügel eine kleine Wunder gefunden.
Wahrscheinlich eine Katze...
Die haben ihre aber behalten und kümmern sich. Wenn er es schafft, wird er wieder ausgewildert :-)
Die retten ganz viele Vögelchen :-)
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Re: Frau Dompfaff hat es nicht geschafft

Beitragvon nadia » Mi 7. Aug 2019, 20:10

Gut, dass es so eine Auffangstation bei euch gibt!

Ja, diese Schockstarre kann lange dauern... Vor Jahren ist mal ein Vogel auf unserem Balkon gegen die Glasscheibe geknallt und lag dann da, ein paar Stunden. Dann war er doch wieder verschwunden (dort kann ihn keine Katze oder sonst etwas geholt haben).

Und manchmal rettet das sogar den Vogel...
Unser Tobi hat mal - im Gehege! - einen Vogel mit einem hohen Sprung aus der Luft heruntergeholt. Der lag auch da wie tot... Ich habe schnell die Katzen rein geholt und mein Mann wollte dann den Vogel holen. Da war er weg, hatte sich erholt. Es hat aber nur kurz gedauert.
Die Katzen interessiert es offenbar nicht mehr, wenn sich was nicht mehr bewegt... :(
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