Brauche Entscheidungshilfe...

Vom Einzug der ersten Katze bis zur Erweiterung der Familie, Zusammenführungen, Wartezeit, Neuzugang...

Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Trillian » Fr 1. Nov 2019, 11:42

Ihr Lieben,

ich habe ja andernorts schon erzählt, dass ich damit liebäugle, wieder eine dritte Katze ins Haus zu holen. Alleine die Entscheidung ob oder ob nicht ist für mich schwierig. Ich habe den Eindruck, Nilsson bräuchte eine Katze, die etwas mehr am Tag spielt oder wenigstens (wie Lilith) mit ihm durch die Wohnung streift. Spocki spielt mit ihm, steigt aber immer schnell wieder aus - und zwar endgültig, indem er einen hochgelegenen Liegeplatz aufsucht, an dem ihn Nilsson auch nicht nochmal auffordern kann. Spocki scheint mir ganz happy, dass er mich endlich mal für sich hat, wirkt aber andererseits zeitweise irgendwie unausgeglichen. Ob letzteres mit einer weiteren Katze anders wäre, kann ich nicht einschätzen.
Ich sollte eigentlich mal zufrieden damit sein, dass ich im Moment nicht so viel Arbeit mit den Beiden habe, die Kosten und der Pflegeaufwand sich in Grenzen halten. Meine Mutter und der platonische Lebensgefährte (wir suchen noch nach einem weniger sperrigen Begriff) sind der Meinung, ich soll keine neue Katze ins Haus holen. Ich soll mich auf meine Bachelorarbeit konzentrieren und erstmal abwarten, wie sich alles entwickelt. Mir fehlt hier aber eine Katze. Kater sind anders. Ich hab sie sehr lieb, aber irgendwie fehlt eine Katze. Und die Datenbanken zu durchstöbern und sich ein bisschen zu verlieben, hat mich endlich mal wieder zum Lächeln gebracht. Und: Wenn die Bachelorarbeit erstmal fertig ist, werde ich auf Jobsuche sein, dann arbeiten - gerne nur Teilzeit, aber wer weiß, ob das klappt. Im Moment bin ich 4 Tage die Woche zuhause, perfekt für eine Eingewöhnung.

Und jetzt nehmen wir mal an, ich hätte mich schon entschieden, dass eine dritte Katze einziehen soll. Dann kommt das nächste Dilemma.
Fürchterlich verliebt habe ich mich ja in diese Zuckerschnute: http://katzenhilfe-samtpfoetchen-db.de/ ... l&Id==2118
Sozial, verspielt - super. Ich habe aber ein bisschen Angst, dass sie den Herren im gesetzteren Alter (Nilsson ist inzwischen auch schon 8) vielleicht doch zuviel wird und ich dann die nächste nicht ausgelastete Katze hier hätte.
Dann gibt es Velvet: http://katzenhilfe-samtpfoetchen-db.de/ ... l&Id==2125
Pechschwarz, wunderschön, vom Alter etwas passender. Ebenfalls sozial, und das "Auf dem Balkon sitzen und alles beobachten" klingt etwas nach Lilith. Aber reicht das für Nilsson? Und heißt, dass sie sozial ist, auch, dass sie damit umgehen kann, wenn Nilsson mal wieder kein Ende findet und keine Grenzen kennt?
Und schließlich die Dritte im Bunde, in die ich mich verliebt habe: http://katzenhilfe-samtpfoetchen-db.de/ ... l&Id==2219
Ich dachte erst, eine schüchterne Katze wär wohl eher nichts, zu den zwei Rüpeln hier. Aber es gibt ein Video von ihr, wo man am Ende sieht, wie sie sehr souverän mit 3 oder 4 anderen Katzen zusammen am Futternapf zugange ist. Die Schüchternheit scheint sich also nicht auf andere Katzen zu beziehen.

Ja, man könnte natürlich auch eine Katze aus einer Pflegestelle aufnehmen, wo man etwas mehr erfährt. Aber ich hab mich doch schon so verliebt...
Stellt mir mal bitte Eure Gedanken zur Verfügung, ich weiß grad gar nichts mehr...
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Rosi » Fr 1. Nov 2019, 20:27

Liebe Anke,

schwierige Situation,weil es doch so einige Für und Wider gibt. Du hast das Gefühl, nicht nur Dir, sondern auch den Katern fehlt etwas. Andererseits läuft derzeit alles recht unkompliziert. Du bist derzeit viel zuhause, hättest zwar eigentlich Zeit für einen Neuzugang, andererseits musst Du Dich auf Deine Bachelorarbeit konzentrieren und man weiß nie, wie so eine Zusammenführung läuft. Hast Du dann wirklich noch die Zeit, Dich um darum zu kümmern, dass bei den Katzen alles friedlich läuft? Auf der Webseite hört sich alles sehr gut an, aber sicher kann man wohl nie sein, dass nicht doch wieder Tierarztbesuche anstehen. Wenn Du fertig bist, hast Du andererseits wahrscheinlich überhaupt nicht mehr die Zeit, Dich mit solchen Dingen auseinander zu setzen.

Mein Resümee: Dein Herz hängt daran, Du könntest eine Schmusekatze brauchen auch für Dein inneres Gleichgewicht. Ich würde es riskieren.

Die Katze: Die Kleine ist süß, aber mein erster Gedanke war, die ist viel zu jung. Die süße Schwarze ist doch noch sehr zurückhaltend. Meine Wahl wäre Rubia. Sie versteht sich mit anderen Katzen und ist sehr menschenbezogen - ich glaube, Du brauchst das. Sie ist noch jung genug, um zu spielen und wird sich sicher von Nilsson zum Spielen auffordern lassen.
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Snoopy » Fr 1. Nov 2019, 22:41

Liebe Anke,

Die Frage für die Bachelorarbeit ist doch auch, ob du dich darauf konzentrieren kannst, wenn du die ganze Zeit im Internet nach Katzen schaust und dann dich auch noch verliebst. Es geht ja eher weniger darum ob du tatsächlich wieder eine Katze bekommst, sondern eher wann der richtige Zeitpunkt ist.

Ich persönlich lese aus deinen Zeilen, dass die Entscheidung schon gefallen ist - Was ich ok finde. Die Frage ist eher welche Katze es sein soll. Ihr hattet mir damals hier im Forum von Frechdachs beziehungsweise einer dritten Katze abgeraten. Aber ich war mir sicher, das ist eine gute Idee ist. Und es war eine gute Idee. Es war allerdings eine rein gefühlsmäßige Entscheidung. Das muss es bei dir wohl auch werden.

Da du dich mittlerweile schon in drei Katzen verliebt hast, unterstelle ich jetzt einmal ganz frech, dass du dich sehr schnell verliebst. Daher würde ich persönlich schon in deiner Umgebung mal noch Katzen besuchen gehen. Dann lässt sich halt viel besser einschätzen, ob die Sympathie stimmt und ob die Katze zu deinen Katern passt. Außerdem bin ich der Meinung, dass du von der Pflegestelle auch detailliertere Informationen bekommst. Meiner Meinung nach ist die Kombination Katze-Kater als Spielgefährte in vielen Fällen nicht unbedingt die Beste. Luna spielt anders als die Herren. Das merke ich immer wieder, weil sie gar keine Lust auf die Raufereien hat. Natürlich gibt es auch andere Katzen. Aber das lässt sich ja am besten persönlich feststellen.

Kannst du einen Deal mit dir selbst vereinbaren? Bachelorarbeit und Katze? Fair verteilte Zeit?
Dann wäre ja allen geholfen. Vor allem auch im Hinblick auf das Finanzielle.
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Trillian » Sa 2. Nov 2019, 08:51

Danke Euch Beiden.

Rosi hat geschrieben:Mein Resümee: Dein Herz hängt daran, Du könntest eine Schmusekatze brauchen auch für Dein inneres Gleichgewicht. Ich würde es riskieren.


Da sagste was. Nilsson ist ja ein "Papakind", der hängt immer beim Mann rum und schläft auch da. Heute nacht hat sich auch Spocki mal wieder entschieden, dass er zum Schlafen Katzengesellschaft braucht. Also lag ich ganz alleine im Bett. Ich finde das fürchterlich. Und ja, das würde für eine menschenbezogene Katze sprechen. Und: Es kann dann natürlich trotzdem passieren, dass sie alle beim Mann schlafen.


Snoopy hat geschrieben:Ich persönlich lese aus deinen Zeilen, dass die Entscheidung schon gefallen ist - Was ich ok finde.


Jein. Ich bin halt nicht gut beieinander im Moment - eigentlich ein Zustand, in dem ich gar keine Entscheidungen treffen sollte. Aber es nützt ja alles nix, man muss ja Dinge entscheiden. Mein Herz schreit sehr laut nach dieser Katze Nr. 3, ich finde grundsätzlich, dass die beste Anzahl im Katzenhaushalt 3 ist (oder alles darüber), und mehr Arbeit und Kosten als Lilith zuletzt wird wohl eine dritte Katze nicht verursachen. Eher deutlich weniger.
Aber ich habe eben auch Angst, dass meine Hoffnungen so gar nicht erfüllt werden und ich mich doch nur wieder überlaste. Ich bin tatsächlich hin und hergerissen.

Da du dich mittlerweile schon in drei Katzen verliebt hast, unterstelle ich jetzt einmal ganz frech, dass du dich sehr schnell verliebst.


Ja. Bild In Katzen immer.
Ich hab gestern auch überlegt, weshalb ich diese Pflegestellenkatzen meide, und bin zu dem Schluss gekommen, dass es leider auch an meiner derzeitigen Verfassung liegt. Mich erschreckt schon der Gedanke, dass mich die Orga anrufen wird, wenn ich eine Anfrage abgeschickt habe. Auch diese Geschichte, dass man praktisch geprüft wird. Deshalb sind das auch Samtpfötchen-Katzen: Ich kenne die Orga, da ist Spocki her. Das ist irgendwie ein bisschen vertraut, da kann ich mit umgehen. Kontakt zu einer Pflegestelle aufnehmen und zu irgendwem Fremdes nach Hause fahren, da permanent Angst haben, dass man was Doofes sagt und einer Katze für unwürdig befunden wird (ich weiß, dass das in aller Regel nicht so ist, aber das spielt sich halt in meinem Kopf ab) - das pack ich derzeit nicht.

Eine Überlegung wäre aber noch, hier ins Tierheim zu fahren. Das ist eine große Institution, da ist der Schrecken nicht so doll. Allerdings haben die auf der Homepage überwiegend angebliche Einzelkatzen oder Freigänger, das klingt mir leider danach, als würden sie die Katzen sehr schnell so einstufen. Ich rechne mir also nicht wirklich aus, da eine Katze zu finden.

Bei dem Konflikt Katze vs. Bachelorarbeit geht es weniger um Zeit. Ich arbeite am liebsten zuhause und bin dabei ein unruhiger Geist und springe immer herum (das funktioniert bei mir tatsächlich am besten), da gibt es viel Kapazität, nebenher eine Katze einzugewöhnen. Es geht eher um Ablenkung - von daher hast Du schon sehr recht, dass dieses ständige Rumgeeier um die Entscheidung mich möglicherweise genauso ablenkt.

Schwierige Kiste.
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Snoopy » So 3. Nov 2019, 23:15

Ich denke, dass du versuchen solltest eine Katze persönlich kennen zu lernen. Dabei ist es egal, ob es eine Pflegestelle odde das Tierheim oder sonst irgendeine andere Möglichkeit ist, die sich dir bietet. Allerdings hast du große Anforderungen und Hoffnungen in eine dritte Katze und gleichzeitig noch die starke Prägung durch den Charakter von Lillith daher ist es für jedes neue Pfotentier schwierig hier dazu zu kommen und wenn du sie gar nicht persönlich kennst, wird es bestimmt nur noch schwerer. So könntest du ein oder zwei mal schauen, ob die Verliebtheit tatsächlich auch in eure Familie passt...
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Berg-Eule » Mo 4. Nov 2019, 09:05

Liebe Anke, im Grunde kann ich dir wenig raten, denn wir haben unsere Katzen nicht durch gezielte Suche gefunden, das hat sich jeweils eher zufällig ergeben. Da du jedoch gewisse Ansprüche an die dritte Mieze hast, bin auch ich der Meinung, du solltest sie dir anschauen können, damit du siehst, wie sie auf dich reagiert.

Auch wenn das Tierheim die meisten als Einzelkatze oder Freigänger einstuft, so mag es doch sein, dass sich dort eine passende findet - und wenn nicht, ist nichts verloren. Du schreibst ja selbst, dass das in deiner momentanen Verfassung - abgesehen von den Samtpfötchen - eine machbare Sache wäre. An deiner Stelle würde ich das zuerst versuchen, wenn es dort nicht klappt, kannst du weiter planen.

Wie auch immer, ich drücke dich mal ganz fest!
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Trillian » Mo 4. Nov 2019, 09:31

Danke Euch.

Hoffnungen habe ich große, das stimmt. Anforderungen eigentlich nicht. Das ist ja mehr das Idealbild, das ich beschrieben habe. Wichtig ist, dass die Katze lebendig genug ist, um sich mit Nilsson zu beschäftigen und sich auch gegen ihn durchsetzen kann. Heute morgen dachte ich, dass es für Spocki eigentlich ganz gut wäre, wenn sie nicht zu menschenbezogen wäre. Dann hätte er mich noch ein bisschen ganz für sich.
Ich hatte heute nacht aber auch kuriose Träume von Zusammenführungen einer gemütlichen Kuhkatze mit der toten Lilith. Sehr schräg. Dabei wusste ich im Traum die ganze Zeit, dass sie tot ist, und trotzdem lag sie da und es war irgendwie eine Zusammenführung. Nu gut. Wenn ich das so analysiere komme ich zu dem Schluss, dass ich im Verarbeitungsprozess ein gutes Stück vorankomme. :D

Vielen Dank für all Eure Gedanken und gebt mir ruhig mehr, wenn Ihr noch mehr habt. Das kommt alles in den großen Gedankentopf und reift da so vor sich hin. Und entweder, ich werde dann eine ganz tolle, wohlüberlegte Entscheidung treffen, oder ich werde mal wieder völlig impulsiv einfach irgendwas machen. Bild
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Rohana » Mo 4. Nov 2019, 11:03

Das ist aber auch fürchterlich schwer - und nicht ganz so offensichtlich wie es im Haushalt meiner Schwester war. Nach dem Tod des alten Katers vor ein paar Monaten war dort der jüngere Kater völlig unausgelastet und hat ständig versucht, die Schwester des weggegangenen Katers zum Spielen oder zu irgendwas zu animieren. Dabei ist er auch ein kleines Trottelchen und starrt sie intensiv an (obwohl er in keiner Weise aggressiv ist, halt einfach nur ein bißchen trottelig) - es gab Gefauche und Gespucke, die kleine alte Lilli war völlig genervt und zog sich zurück. Da war sonnenklar, daß der "Jungspund" (der mit seinen 9 Jahren so jung auch nicht mehr ist, aber ein spinnerter, sehr kommunikativer kleiner Spielratz) einen Sparringspartner braucht. Dank erfahrener Katzenmenschen im Freundeskreis konnte dann schnell ein sehr lieber Kater einziehen, und nun ist wieder Ruhe im Karton. Zwei Kater, die sich nach wenigen Tagen schon liebten, die sich balgen und gegenseitig putzen und ein zartes altes Mädchen, das seine Ruhe hat.

So offensichtlich ist es bei Dir ja nicht, wenngleich die Situation so etwas in die Richtung geht, wenn ich Dich richtig verstehe. Spocki mag nicht mehr so viel Interaktion, ist das so? Wie haben Lilith und Nilsson sich miteinander verhalten?
Daß Spocki nicht wieder der Alte ist, kann m. E. auch damit zu tun haben, daß natürlich auch er seine langjährige Lebensgefährtin vermißt. Wie lange waren die beiden bei Euch zu zweit? Ich erinnere mich, daß bei dem wildgeborenen Geschwisterpärchen, das meine Eltern so lange versorgt haben, noch nach Monaten die Miez ihren Bruder gesucht hat. Wenn im Keller das Fenster aufgemacht wurde, kam er oft dann vom Garten rein - und nun ging sie immer ans Fenster und schaute raus: "Wo bleibt er denn?". Das hat wirklich lange gedauert und wir waren verwundert, wie lange das Gedächtnis in so einem kleinen Katzenköpfchen anhält.
Und auch Nilsson vermißt Lilith, ganz klar, auch wenn er nicht so viele Jahre mit ihr zusammen bei Euch gelebt hat.
Die zwei müssen sich auch neu sortieren.

Ich verstehe, daß Dein Herz nach einer neuen Miez ruft ... ich verstehe es sehr gut. :-(
Aber ich würde noch warten. Für die Kater - aber auch für Dich selbst.
Nach dem Bachelor ist für alle die Situation wieder neu. Eine gerade neu zugezogene Katze müßte dann damit klarkommen, daß der neue Mensch nun auf einmal viel von Zuhause weg ist, nachdem sie ihn doch erst gefunden hat.
Nicht von der Hand zu weisen finde ich auch Rosis Überlegung, wie es sich auf Deine Arbeit in der Bachelorphase auswirken würde, wenn die Zusammenführung nicht problemlos läuft. Wieviel Unterstützung wäre da vom Mann* zu bekommen, was kann er einbringen, z. B. auch zeitlich? Jemand, der 30+ Stunden in der Woche außer Haus ist, könnte da tagsüber nicht viel helfen, ausgleichen, abpuffern.

Wenn es nach allen Überlegungen darauf hinausläuft, daß schon bald jemand Neues einziehen soll, würde ich versuchen, in Berlin nach Pflegestellen zu schauen, wo man sich auch persönlich kennenlernen kann. Katzen wie Menschen. ;-) So könntest Du auch vorab die dazugehörigen Menschen beschnuppern, bevor Euch jemand auf die Bude rückt - vielleicht eine Möglichkeit, Deine Ängste im Zaum zu halten?
Katzenmenschen verstehen sich doch eigentlich immer untereinander. Schau unseren Haufen an - wir sind doch nun wirklich alle grundverschieden und bei unseren Treffen war es dennoch sehr angenehm miteinander. :-)

*Für eine ähnliche Konstellation habe ich mal den Begriff "Wohni" gehört. :-))
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Trillian » Do 7. Nov 2019, 09:31

Ich hör ja auf Euch...
Fahre mir die Tage eine ca. 3-4jährige Katze ankucken, die gut mit Katern kann - sowohl toben als bemuttern, dafür nicht so mit Menschen. Also, sie findet Menschen noch so mittel, lässt sich wohl gelegentlich anfassen, aber nur, wenn sie es legitimiert. Sonst Kralle.
Ich liebe das. Unsere allerallererste Katze Muschi war so. Die hat mich mehr erzogen als meine Eltern. :D
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Berg-Eule » Do 7. Nov 2019, 09:57

Die scheint ja für euch zu passen. Bin gespannt, wie sie auf dich reagieren wird!
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon mortikater » Do 7. Nov 2019, 13:30

Ich kann nur nach all meinen Zusammenführungen sagen: Der Mensch denkt, die Katze lenkt. Ist immer alles anders gekommen, als ich es dachte.

Vor allem Hooligan Tom, der sich angeblich gut mit Katzendamen verstand. Aber der alte, schwierige Kater hat dann die Milkyways doch noch ganz gut verkraftet. Aber früher war ich unbekümmerter, heute denke ich auch viel mehr über alles mögliche nach.
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Snoopy » Do 7. Nov 2019, 23:26

Die unbekümmerte Phase habe ich irgendwie übersprungen ;)


Ich bin gespannt, was es über die Dame zu berichten gibt, Anke!
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Trillian » Fr 8. Nov 2019, 12:35

Morgen fahr ich. Ich bin auch sehr gespannt. :D
Heute morgen bin ich erstmal mit einem ganz fürchterlichen "Oh Schreck, was, wenn das die falsche Entscheidung ist????" aufgestanden. Aber das sind mehr so diffuse Ängste, die sich aus den geäußerten Bedenken Anderer speisen. Finanziell wird das schon laufen, ging ja mit kranker Miez auch. Und über die Zusammenführung mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Spocki wird zwar mit der Zeit etwas wunderlich, ist aber ja an sich ein großer Freund von allen Lebewesen, und Nilsson ist zwar stellenweise speziell, aber so gar nicht territorial veranlagt. Hier gibt es ausreichend hohe Plätze, auf die sich eine menschenscheue Katze zum Beobachten zurückziehen kann - eigentlich passt das schon alles.

Und überhaupt kucke ich mir die Dame morgen erstmal an. Vielleicht sind wir uns ja auch total unsympathisch, oder es ist so ein 8kg-Brecher. :D
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Snoopy » Sa 9. Nov 2019, 14:37

Hast du sie kennengelernt?
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Re: Brauche Entscheidungshilfe...

Beitragvon Trillian » Sa 9. Nov 2019, 18:12

Ja. :D
Sie ist halt ein Scheuchen, hat mir mehrfach mit Krallen auf die Hand gehauen, wenn ich ihr Kekse hingelegt habe - aber ich find sie toll. Ich glaube, ich hab mich entschieden...
Im Raum saß auch noch ein traumhaft schöner Tigerkater, zufällig ihr Sohn, super verspielt und in puncto Vertrauen zu Menschen schon um einiges weiter, da bin ich kurz ins Grübeln gekommen. Aber der ist erst ein Jahr alt und würde sich vermutlich hier mit den Senioren doch bald nur wieder langweilen. Und vier Katzen gibt's derzeit definitiv nicht.

edit: Ich hab jetzt zugesagt. Wenn die Pflegedosi nicht ausgerechnet an dem Wochenende was anderes vorhat, zieht Matika in zwei Wochen ein. :)
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