Klickern für die Katz?

Wie beschäftige ich meine Katze? Vom Pappkarton bis zur HighTech-Maus - Berichte und Fragen zu Katzenspielzeug.

Klickern für die Katz?

Beitragvon Rohana » Sa 11. Dez 2010, 00:43

Hat von Euch schon mal jemand das Klickern versucht?
Das Schneckchen ist fürchterlich unterbeschäftigt, der ständige Balkonfreigang mit entsprechender Anregung fehlt ihr arg. Und auch der netteste Elektrokäfer und der schönste DaBird verlieren irgendwann etwas an Anziehungskraft, obwohl wir uns um Abwechslung bemühen. Sie lernt eigentlich ziemlich schnell, kann bestimmte Gesten "lesen" - kapiert z. B. wohin es vom Flur aus gehen soll, wenn wir mit dem Finger auf die betreffende Tür deuten, und sie würde für Leckerchen wahrscheinlich auch irgendwann durch einen Reifen springen .... aber alles immer nur mit Leckerchen zu lernen führt natürlich irgendwann zu einer dicken runden Schnecke! :roll:
Von daher wäre das Klickern vielleicht was für sie. Gibt es bei Euch irgendwelche einschlägigen Erfahrungen, kann mir jemand ein gutes Buch dazu empfehlen oder von anderen abraten?

Liebe Grüße
Susanne
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Hexle-Ronja » Sa 11. Dez 2010, 11:08

Klickern ,die belohnung sind doch auch leckerle oder nicht??
sorry hab null Plan :roll:
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Trillian » So 12. Dez 2010, 08:00

Jepp, beim Klickern gips auch Leckerchen. ;)

Allerdings kann man etwas besser dosieren, also bei komplexeren Aufgaben für jeden Arbeitsschritt nur ein Belohnungsklickern und erst nach Abschluss der Aufgabe das Leckerchen. Ist dann aber ehr für Fortgeschrittene.

Ich schreib später noch was, muss allmählich mal los... :argh:
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Trillian » Mo 13. Dez 2010, 12:29

So, also.

Ich wollte mit meinen beiden auch mal clickern. Sehr empfehlen kann ich auf jeden Fall das Buch von Birgit Laser. Sie beschreibt einfach sehr schön, worum es beim Clickern überhaupt geht und was das Besondere am Clickern mit Katzen ist. Außerdem gibt's natürlich Anleitungen, wie man einfachere Übungen und später auch etwas komplexere Aufgaben trainiert.

Der Click ersetzt das Leckerchen nicht so wirklich. Wenn man mit dem Training beginnt, gibt's sogar für jeden Click ein Leckerchen - sofort. :lol: Da gibt es noch gar keine Aufgaben für die Katz, erstmal wird nur trainiert: Click = gut (und lecker).
Später werden halt die Abstände zwischen Click und Leckerchen etwas größer. Der Vorteil ist natürlich, dass man die Katze belohnen kann, auch wenn sie gerade etwas weiter weg ist, außerdem muss sie das, was sie da gerade tut, nicht unterbrechen, weil sie ein Leckerchen fressen muss.
So lassen sich dann schließlich komplexere Aufgaben stellen.

Der Witz dabei ist, dass die Tiere sich eben selber erarbeiten können, was hinterher dabei rauskommen soll.

Meine Ex-Mitwohni, mittlerweile sehr erfolgreiche Hundetrainerin, erzählte dabei immer, wie sie mal eine Clicker-Vorführung mit Hund bei irgendeiner Schulung gesehen hat.
Die Aufgabe war wirklich ungeheuer komplex: In einer Reithalle stand ein Karton. Der Hund sollte nun zum Karton gehen, sich reinsetzen, den Karton wieder verlassen und ihn anschließend mit der Nase anstupsen - oder irgendwas in der Art, jedenfalls recht viele Arbeitsschritte. Der Hund kannte die Aufgabe nicht, hatte sie also vorher noch nie gestellt bekommen.
Hund betritt die Reithalle und schaut sich natürlich erstmal um, schnuppert hier und da, alles völlig normal, also keine weitere Reaktion vom Trainer. Hund erblickt den Karton - click. Hund weiß jetzt, irgendwas ist mit diesem Karton, geht drauf zu. Click. Läuft um den Karton rum - nix. Stellt eine Pfote in den Karton - click. Nächste Pfote im Karton, wieder ein Click.
Und so weiter und so fort. Hat der Hund schließlich die Aufgabe, so wie der Trainer sie sich ausgedacht hat, komplett bewältigt, gibt es natürlich jede Menge Lob und einen Haufen Leckerchen. Oder vielleicht auch nur eins. ;)

Bei sowas werden eben die Vorzüge des Clickerns klar. Erstens braucht man eben nur die eine große Belohnung am Ende. Und zweitens kann man bestätigen, was Hund (oder Katz oder Pferd oder Elefant) da gerade tut, ohne hinzugehen und das Tier damit (und mit der Leckerchengabe selbst) von der Aufgabe abzulenken.


Ich muss gestehen, ich habe meine Clickerversuche aufgegeben. Erstens waren Spocki und ich einfach zu ungeduldig, zweitens fehlte mir die Konsequenz, mich wirklich täglich mit den beiden hinzusetzen - und dann muss man eben dauernd wieder von vorne anfangen.
Wir trainieren jetzt aber trotzdem kleinere Kunststücke. Nachdem die Rackeristi mich nämlich genötigt haben, mindestens einmal täglich Leckerchen zu verteilen :roll: , dachte ich mir irgendwann, dann müssten die vielleicht auch mal was dafür tun. :D
Allererste Übung war Hinsetzen. Birgit Laser empfiehlt das übrigens nicht als erste Übung, weil es schwierig ist, die Katzen danach wieder in eine aktive Position zu bringen. Bei uns war es eine gute erste Übung, weil Spocki immer so fürchterlich aufgeregt ist, wenn es Leckerchen gibt und ihn das Hinsetzen ein bißchen runterbringt. :lol: Das sitzt mittlerweile so gut, dass Spocki sich sogar hinsetzen kann, wenn ich Frischfleisch verteile, was ungeheuer praktisch ist.
Ich benutze bisher vor allem Handzeichen, finde das immer für beide Seiten praktischer.
Zweite Übung: Meinen Finger mit der Nase anstupsen. :D Das ist eine ganz praktische Übung (noch praktischer wäre mit Target-Stick, also irgendeinem Stab, den sie anstupsen müssen), weil man damit die Katzen für andere Übungen irgendwo hin dirigieren kann. Also z.B. müssen sie Männchen machen, wenn ich das Kommando "Nase" gebe und den Finger so hoch halte, dass sie sich aufrichten müssen.

Gerade heute haben wir mit mehrstufigen Aufgaben angefangen - also erst Hinsetzen, dann Finger anstupsen, dann erst Leckerchen. Ich denke, ich werde wohl doch demnächst den Clicker mit einbinden, damit kommen wir irgendwann einfach weiter.


Auf jeden Fall macht die Sache Mensch und Katz ungeheuer viel Spaß, man kann bei Besuchern damit ganz prima angeben (glaubt ja immernoch kaum einer, dass sich eine Katze auf Kommando hinsetzen kann) und mein Hibbelkater Spocki ist damit sogar ruhiger zu kriegen. :)

Wegen der befürchteten Moppeligkeit würde ich halt einfach die richtigen Leckerchen aussuchen. ;)
Thrive finde ich recht geeignet, allerdings kann man die so schlecht in klitzekleine Stückchen zerteilen, ohne dass sie auseinanderbrechen. Trockenfleisch ist noch viel praktischer, das zerschnibbelt man mit der Schere einfach in winzigkleine Fetzchen und hat gesunde und leckere Leckerchen.
Im Zweifelsfall wird halt das, was beim Clickern verfüttert wird, von der nächsten Futterration abgezogen. 8-)
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Cécile » Mo 13. Dez 2010, 14:48

Danke Anke :D
Das hast du wirklich sehr gut beschrieben.
Ich kämpfe mich ja auch gerade wieder mal - zum wievielten Mal eigentlich :shock: - durch das Thema.
Problem war erst einmal der Clicker: wird nicht gemocht ::? und dann sind die beiden Jungs sooo unterschiedlich in ihrem Verhalten.
Émile liiiebt Leckerchen, den kann ich mit der Aussicht auf Nachschub wahrscheinlich dazu bringen, die Beinchen zu verknoten und OM zu stöhnen, aber Mika ist unbestechlich wie ein Oberstaatsanwalt, der Depp!
Wie machst Du das denn mit zwei Clicker-Kandidaten?

Bis jetzt konnte ich Émile ganz gut konditionieren auf ein Essstäbchen, alles Weitere hängt auch ein bisschen an meiner Konsequenz in solchen Dingen, müsste halt täglich trainieren. Ich verzichte auch auf den Clicker und mache statt dessen einen kleinen Zungenschnalzer. Hat auch den Vorteil, dass man weniger in den Händen hält, hab nämlich nur zwei davon ;-)
Wie ich mit Mika weiterkomme, weiß ich wirklich nicht.

Bei der Gelegenheit möchte ich aber noch auf die Yahoo-Group von Birgit Laser verweisen: http://de.groups.yahoo.com/group/katzenclickern/

LG
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Rohana » Mo 13. Dez 2010, 15:49

Danke Euch, Trilli und Britta!

Aha, ich sehe schon, daß meine Hoffnung, durch das Klickern dann weniger Leckerli verfüttern zu "müssen" als jetzt, wohl nicht ganz zutrifft. Aber immerhin müßte die kleine Madam sich etwas ihr hübsches Köpfchen zerbrechen. Und das könnte die ganz gut brauchen, glaub ich.

Die TroFu-Rollen (Küchenrollen-Innenleben mit Löchern drin, an beiden Enden mit zerknülltem Küchenkrepp zugestopft) leert sie jetzt souverän, indem sie die Pfote draufsetzt, mit den Zähnen an einem Ende das Krepp rauszieht und die Rolle dann solange ziemlich grob durch die Gegend schubst, bis die TroFus am Ende rauskommen. Am Anfang war sie immer ziemlich lang damit beschäftigt, die Dinger fein durch die Gegend zu rollern, bis endlich alle TroFus durch eines der kleinen Löcher rausgefallen waren.

Handzeichen würde das Schneckchen auch verstehen. Eines haben wir schon ganz von selbst entwickelt: Finger heben - und dabei sagen "Achtung, Katze!". Sie sitzt dann schon mit Funkelaugen, wie ein Sprinter am Startblock, und wartet, daß es losgeht. Dann flutscht ein Leckerchen durch den langen Altbauflur und Katz flitzt hinterher. Ich kann mit dem Finger auch vom Flur weg in eines der Zimmer zeigen (ohne mich schon in die Richtung zu bewegen), dann rennt Schneckchen schon zur betreffenden Tür und duckt sich in Startposition, um gleich in den Raum rein hinter dem Leckerchen herzudüsen.
Dafür eignen sich die Thrives (die sie liiiebt) leider auch nicht so gut: wenn die an die Wand dotzen, sind sie hin. Und diese Trockenstreifen (die sie auch liebt) in kleinen Stückchen, die schlingt sie auf einmal runter, ohne auch nur den Ansatz von kauen zu zeigen :roll: .
Wir hatten auch schon trainiert, vom kleinen Kratzbaum auf einen Hocker, wieder zurück, auf einen Sessel und wieder zurück zu hopsen - und dann erst gabs ein TroFu. Ich kann auch einen Stab zwischen Sessel und Kratzbaum halten, sie springt dann meistens drüber. Aber das ist sehr tagesformabhängig, manchmal schaut sie mich dann nur groß an, springt vom Sessel, geht unter dem Stab durch, springt auf den Kratzbaum - und wartet auf ein TroFu. :lol:

Nun werde ich mir erstmal das Buch von Birgit Laser zu Weihnachten wünschen und mir diese Yahoo-Seite zu Gemüte führen.

Liebe Grüße
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Trillian » Mo 13. Dez 2010, 15:54

Cécile hat geschrieben:
Wie machst Du das denn mit zwei Clicker-Kandidaten?



Mit Clicker war auch dieses unterschiedliche Verhalten ein echtes Problem. :roll: Wie ich es dann irgendwie doch geschafft habe, mit nur zwei Händen fast gleichzeitig zu Clickern und zwei Katzen Leckerchen hinzuwerfen, ist mir heute ein Rätsel. :lol:

Ohne Clicker geht das im Moment sehr gut. Spocki hat schonmal bemerkt (erinnert sich nur nicht immer dran), dass er mit seiner Hektik nicht weiterkommt. Und beide haben sich auch dran gewöhnt, dass das Leckerchen nicht immer sofort auf der Stelle kommt - aber dass es das eben erst gibt, wenn sie machen, was ich mir wünsche. :)
Ich glaube, wir sind da gerade auf einem sehr guten Weg, die Zwei beobachten auch den jeweils anderen, um zu sehen, was verlangt ist, sehr putzig anzuschaun. :lieb:

Allerdings machen wir auch sehr sehr sehr kleine Trainingseinheiten, es gibt immer nur 2-3 Leckerchen (und entsprechend wenige Aufgaben) pro Session.



Rohana hat geschrieben:Und diese Trockenstreifen (die sie auch liebt) in kleinen Stückchen, die schlingt sie auf einmal runter, ohne auch nur den Ansatz von kauen zu zeigen :roll: .


Na, dann kaut sie halt nicht, hauptsache, es schmeckt. ;) So ein Katzengebiss ist schließlich auch nicht zum Kauen gemacht.


Wir hatten auch schon trainiert, vom kleinen Kratzbaum auf einen Hocker, wieder zurück, auf einen Sessel und wieder zurück zu hopsen - und dann erst gabs ein TroFu. Ich kann auch einen Stab zwischen Sessel und Kratzbaum halten, sie springt dann meistens drüber. Aber das ist sehr tagesformabhängig, manchmal schaut sie mich dann nur groß an, springt vom Sessel, geht unter dem Stab durch, springt auf den Kratzbaum - und wartet auf ein TroFu. :lol:


Na hallo, das ist doch schon ordentlich! :shock:

Die Tagesform ist natürlich immer so eine Sache (dazu schreibt B.Laser auch einiges, das ist bei Hunden wohl nicht so extrem :lol: ), das kenne ich hier auch. An manchen Tagen geht einfach nix, da kriegen sie dann ihre Kekse auch mal für nix. Oder einfach nur dafür, dass sie hinter mir herlaufen. :lol:
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Cécile » Mi 9. Feb 2011, 16:37

. . . es gibt Neuigkeiten von der Clicker-Front . . . Birgit Laser hat jetzt eine DVD rausgebracht >www.lasercats.de
Wenn man das Buch schon hat, gibt es bei der Bestellung der DVD Ermäßigung - ich glaube 3 Euro.

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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Anke » Mi 9. Feb 2011, 20:42

Trillian hat geschrieben:I
Zweite Übung: Meinen Finger mit der Nase anstupsen. :D Das ist eine ganz praktische Übung (noch praktischer wäre mit Target-Stick, also irgendeinem Stab, den sie anstupsen müssen), weil man damit die Katzen für andere Übungen irgendwo hin dirigieren kann. Also z.B. müssen sie Männchen machen, wenn ich das Kommando "Nase" gebe und den Finger so hoch halte, dass sie sich aufrichten müssen.


Und DAS siehst sehr sehr süß aus und klappt!ICh habs life gesehen...feeeeiiiiiiin Spocki :lieb:
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Rohana » Mo 14. Feb 2011, 17:55

Mit dem Schneckchen hab ich dann irgendwann nach Weihnachten mit dem Klickern angefangen. Praktischerweise mit dem, was sie schon kann: "Hops" vom kleinen Kratzbaum auf den Hocker, und zurück. Dann Klick und dann Leckerchen, bis klar war: "Klick" ist Leckerli. Ich hab ihr diese geliebten Stängelchen mit der Küchenschere in ca. halbzentimeterlange Stücke geschnipselt, das ging prima. Mit einem Stängelchen ist dann auch die Aufmerksamkeitsspanne erledigt, das trifft sich gut. :lol:

Als nächstes haben wir "Wo ist Deine Nase?" gemacht - sie muß meinen Finger mit der Nase anstupsen. Das geht jetzt so in 80% der Versuche. :lol: Heute hab ich angefangen mit "Wo ist Deine Pfote?". Dafür hab ich den Finger weiter weg gehalten, da kommt sie nicht mehr mit der Nase dran, und benutzt dann die Vorderpfote. Auch das scheint zu funktionieren! Das müssen wir ab morgen dann weiter vertiefen.

Und das Anstupsen des Fingers will ich auch noch zu "Männchenmachen" ausbauen, mit "Gaaanz oben" oder einem ähnlichen Satz/Wortfolge. Mir fiel nämlich wieder ein, daß wir sowas auch schon beim Essenhinstellen gemacht haben. Tellerchen hochhalten -> Madam stellt sich mit den Vorderpfoten auf meinen Arm, um zu sehen, was da so appetitlich riecht. Dazu gabs dann den Satz "Mit beiden Pfötchen!" und das hat sie auch kapiert. Aus unerfindlichen Gründen haben wir das aufgegeben, aber es läßt sich ja wieder einführen!

Liebe Grüße
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Rohana » Do 31. Mär 2011, 10:53

Wir klickern hier munter weiter, meistens zweimal am Tag, und es macht wirklich irre Spaß.

Schneckchen sitzt dafür auf ihrem kleinen Kratzbaum und schnurrt die ganze Zeit laut vor sich hin. Finger anstupsen und "Pfote geben" klappt super. Mittlerweile geht auch "eiei": ich halte meinen Finger an meine Wange und Schneck schmust sich dran. Dazu kam auch noch "Gaaaaaanz hoch", wo sie sich hoch auf beide Hinterbeine stellt und mit den Pfoten nach dem hingestreckten Klicker angelt. Das will ich noch so ausbauen, daß sie hochspringt, das können wir aber nur auf dem Boden machen, der Kratzbaum ist dafür zu instabil (ist so ein 5,99-Teil).

Ganz von selber "erfunden" hat Schneckchen ein Element, wo sie ein kleines Bällchen vom Kratzbaum schubst - wir waren gar nicht beim Klickern, sondern einfach nur so beim Rumspielen und -schmusen, und ich wollte das Bällchen nur vom Boden aufheben. Schwupp, hat Madam es vom Kratzbaum geschussert. Ich das Ding wieder raufgelegt - und sofort lag es wieder unten. Dann habe ich mir sofort den Klicker und ein paar TroFus geholt und wir haben das Spiel weitergespielt! Das Bällchenschubsen geht jetzt auch am Boden, und ich versuche sie dazu zu bringen, daß sie den Ball gezielt zu mir hinrollert. "Dreh dich" geht auch meistens, sie folgt dabei mit den Augen und dann mit dem ganzen Körper meiner Hand und dreht sich einmal um die eigene Achse.

Die Schleckerstängelchen schneide ich in ziemlich kleine Stückchen, so daß wir rund 18-20 Stücke für eine Klickerei haben. Sonst gibt es über den Tag keine mehr, so daß der Leckerchenverbrauch insgesamt gleich geblieben ist.

Ich freue mich besonders, daß sie das Klickern noch so gern macht, obwohl der Balkon wieder ganztags auf ist und sie wesentlich mehr zu schauen und zu schnuppern hat und deutlich ausgeglichener ist.

Liebe Grüße
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Trillian » Do 31. Mär 2011, 11:22

Das kling doch super! :daumen:

Rohana hat geschrieben:Ganz von selber "erfunden" hat Schneckchen ein Element, wo sie ein kleines Bällchen vom Kratzbaum schubst - wir waren gar nicht beim Klickern, sondern einfach nur so beim Rumspielen und -schmusen, und ich wollte das Bällchen nur vom Boden aufheben. Schwupp, hat Madam es vom Kratzbaum geschussert. Ich das Ding wieder raufgelegt - und sofort lag es wieder unten. Dann habe ich mir sofort den Klicker und ein paar TroFus geholt und wir haben das Spiel weitergespielt!


Pass bloß auf, nicht dass Du bald so eine Schubserin zuhause hast wie ich. :lol: Lilith schubst schon immer gerne Sachen irgendwo runter. Und irgendwann hab ich mal den Fehler gemacht, ihr ständig zu sagen "Boah, das kannst Du aber toll!". (Merke: Katzen verstehen keine Ironie)
Jetzt wird halt immer geschubst, wenn man gerne etwas Aufmerksamkeit hätte. :roll: Bei Kugelschreibern und Feuerzeugen stört mich das nicht weiter, aber Madame wagt sich jetzt auch an größere Aufgaben wie Handys, Tassen, Milchpackungen... :argh:
Und Spocki zieht natürlich munter mit. :yes:
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Rohana » Fr 8. Nov 2013, 17:31

Wir klickern hier ja immer noch sehr munter vor uns hin. Es gibt so ein Standardprogramm, das meistens einmal am Tag gemacht wird. Aber das kann das Schneckchen mittlerweile so aus dem Effeff (Männchen machen, Pfote geben, meine Hand antapsen, durch einen Reifen springen, ein Glöckchen läuten, mich anschmusen u. ä.), daß ich mir immer mal wieder was Neues ausdenken muß - bzw. sollte!

Neulich haben wir durch Zufall was "entwickelt". Schneck saß auf dem Flurkratzbaum, der in ca. 1,40 m eine praktische Plattform hat, da kann man das Katz schön beschmusen oder ein bißchen bespielen. Beim Blödeln hab ich ihr immer wieder leicht auf die Pfote getippt - und dann kam dieser unnachahmlich indignierte Katzenblick "Was soll DAS denn?" und sie hob die Pfote ans Mäulchen, um sich den kontaminierten Pelz :lol: wieder glattzulecken.
Ha!
Leckercken geholt und los gings. Pfote antapsen. Katze schaut verdutzt. Pfote nochmal antapsen. Katze zieht Pfote zurück. Pfote wieder antapsen ... und so weiter, bis das Fräulein wieder Ordnung schaffen wollte. Also Pfote ans Mäulchen gehoben, schleck - und klick und Leckerchen! Usw. usf.
Das haben wir in den letzten Tagen dann immer wieder geübt und nun klappt das so in ca. 90% aller Versuche schon sehr schön.

Angefangen habe ich jetzt auch, das In-die-Transportbox-gehen zu klickern. Das Drama des TA-Besuches vom letzten Jahr habe ich noch vor Augen (bzw. in den Ohren) und die Impfung steht an. Gestern konnte ich immerhin schon die Box zumachen und kurz anheben, ohne daß das Fräulein unruhig wurde. :daumen:
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Snoopy » Sa 9. Nov 2013, 22:51

:hurra: :hurra: :hurra: :hurra:

Das hört sich doch toll an!
Spannend, was man so alles erreichen kann :yes:

Habe vor mit den Zwergen zu klickern.
Mal sehen, ob das war wird :lol:
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Re: Klickern für die Katz?

Beitragvon Isis » So 10. Nov 2013, 11:38

Das hört sich super an, Susanne, ich habe ja mit Mika auch angefangen, allerdings fehlt es mir an der konsequenten Umsetzung. :oops:
Ich sollte mal wieder loslegen, denn in der Tag macht es allen beteiligten Spaß.
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